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[05.03.2010]
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Schnee für den Olympioniken
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Bad Sulza begrüßte Bobsportler Martin Putze / Wellness-Gutschein als Geschenk
JUBEL: Beim Empfang für Martin Putze waren Vater Detlef, Freundin Monique und Mutter Gisela (o. v. 1.) natürlich dabei. Bürgermeister (u. r.) und Bürger gratulierten.
Mit reichlich Applaus wurde gestern der Olympiaheld Martin Putze vorm Rathaus seiner Heimatstadt Bad Sulza begrüßt. Den Empfang bereiteten dem „Sohn der Stadt" rund 150 Kurstädter, wofür sich der Bobsportler und Silbermedaillengewinner gerührt bedankte.
BAD SULZA. Als Martin Putze gestern Nachmittag vors Portal des Bad Sulzaer Rathaus trat, begann es zu schneien. Das passte, schließlich ist der 25-jährige Wintersportler. Noch dazu ein äußerst erfolgreicher. Im Viererbob von Andre Lange gewann er erst vor wenigen Tagen die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen von Vancouver. Und setzte damit seine Erfolgsserie nach der Goldmedaille von Turin 2006 fort. Die Bürger, von denen viele an den Fernsehbildschirmen mitgefiebert hatten, zollten ihm Respekt.
Der Lange-Fanclub war angetreten und entrollte ein Banner mit den olympischen Ringen drauf, während Olaf Walde eine mächtige Ratsche schwang, dass man sein eigenes Wort nicht mehr verstand. Die Damen der Verwaltung verteilten in Kooperation mit dem Ratskeller Sekt und Apfelsaft zum Anstoßen unter den rund 150 Anwesenden, und Bürgermeister Johannes Hertwig pries den Martin in seiner Ansprache als Mann, der im Leben schon viel erreicht hat. Und seinem Körper im Training und bei den Wettkämpfen das Letzte abverlangt. „Er hat gegessen, was er konnte, auch wenn die sechste Rostbratwurst schon quer lag - allerdings musste das für den Muskelaufbau sein .. .", erklärte Hertwig. Er hatte natürlich auch ein Geschenk für Putze und seine Freundin Monique Rickewald parat. Das Pärchen darf sich demnächst drei Tage Wellness in der nagelneuen oskana-Therme in Bad Orb gönnen. Gesponsert wird das Ganze durch die Stadt sowie die Toskana-World. Den Eintrag ins Goldene Buch der Stadt absolvierte Putze ja bereits, die Ehrenmedaille hat er ebenso. Und für die Ehrenbürgerschaft ist er noch zu jung. So blieb nur der Gutschein. Martin Putze jedenfalls wird die Entspannung gut gebrauchen können. Er will nach eigener Aussage jetzt nämlich erst mal gar nichts machen und sich bloß ausruhen. Putze meinte schmunzelnd: „Die Saison ist vorbei, der Kopf ist leer und die Glieder schmerzen - jetzt ist Pause ..." Er bedankte sich bei allen, die ihn mit persönlichen Wünsche - etwa per SMS - in den letzten Tagen unterstützt hatten. Sein Rückhalt war und ist aber seine Familie. Logisch, dass beim offiziellen Termin auf dem Markt in der Heimatstadt auch Mutter Gisela und Vater Detlef mitfeierten. Apropos Feier: Wer wissen wollte, was bei Hertwigs zu Hause in der Fannacht abging, konnte sich im Foyer einen Film ansehen. Stadträtin Gerda Opolka brachte Fotos mit, die sie beim großen Empfang in Oberhof am Vortag geschossen hatte. Ihre Chance, ein gemeinsames Foto mit Putze zu bekommen, ließ sich Marlies Köhler (68) nicht entgehen. Die Erfurterin kurt derzeit im Ort und nutzte den Empfang spontan.
[Quelle: TA, 05.03.2010]
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